kewigrafie 2025

kewigrafie 2025

Ein lehrreiches, spannendes, bewegendes sowie veränderungsreiches Jahr 2025 liegt hinter mir. So wechselhaft wie das Wetter war auch meine Lust und Zeit zum Fotografieren. So sitze ich gerade am PC und schreibe euch eine Zusammenfassung aus meinem Jahr 2025 und zusätzlich erhaltet ihr am Schluss noch einen kleinen Einblick in die Planungen für nächstes Jahr. Meinen bisherigen Job, den des Lokführers, habe ich Ende Februar 2025 an den Nagel gehangen, eine Entscheidung, mit der ich heute sehr zufrieden bin. Eine Periode der Arbeitslosigkeit folgte und war länger als erwartet…

Im März starteten wir auf einen 10-tägigen Roadtrip durch Mitteleuropa, unser Weg führte uns von Dresden über Brno, Graz, Caorle, Bozen, Innsbruck und Gerold zurück nach Dresden. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann schau gern mal in den Blogbeitrag dazu rein.

Der fotografische Erfolg des Urlaubs übertrug sich noch eine ganze Weile auf die Zeit danach, so begann ich meine Zwölf-Monats-Challenge mit dem Uferkran von Übigau und widmete mich für einen Perspektivwechsel weiteren Bereichen in der Fotografie.

Unter anderem begann ich mit einem Fotokurs bei Christian Anderl, bei welchem es um das „Sehen lernen“ geht, eine Aufgabe aus dem Kurs war „fotografiere das Alphabet“ und so begab ich mich an gemeinsamen freien Tagen mit meinem Freund in unserer Stadt auf die Suche nach den 26 Buchstaben. Sollte nicht so schwer sein, oder? Die Ergebnisse hierzu findet ihr in den Projekten.

Weiterhin fotografierte ich dabei auch besondere Momente wie einen Sonnuntergang an der Loschwitzer Brücke, auch als „Blaues Wunder“ bekannt. Sie diente mir ebenfalls bei so manchen Buchstaben als treuer Begleiter.

Im Mai fuhren wir nach Moritzburg, um dort zusammen mit dem Leuchtturm Sternspuren zu versuchen, allerdings gelang mir dies nicht meinen Wünschen entsprechend. Jedoch entstand an diesem Abend mein bereits auf Instagram veröffentlichtes Foto vom Schloss Moritzburg und seiner Spiegelung im Wasser.

Natürlich gebe ich mich mit Misserfolgen nicht so schnell zufrieden, so schaute ich mir die Einstellungen meiner Kamera noch einmal genau an, denn ich hatte bei den Sternenspuren von Moritzburg das Problem, dass sie Unterbrechungen aufwiesen, weil meine Kamera nach jeder 30 Sekunden Langzeitbelichtung eben so lang brauchte, bis ich ein neues Foto erstellen konnte. Ich fand also heraus, dass dies eine gewollte Funktion bei Sony Kameras ist, welche bei Langzeitbelichtungen automatisch aktiv ist. Um die Bildqualität zu erhöhen, wird ein zweites so genanntes Schwarzbild erstellt und reduziert damit das Bildrauschen und Fehlpixel.  Glücklicherweise kann man für solche Aufnahmen wie den Sternspuren diese Funktion deaktivieren, man findet sie in den Kameraeinstellungen unter Langzeit-RM, was für Langzeit-Rauschminderung steht.

So fuhren wir ein paar Nächte später zu einem anderen Fotospot, dem Dresdner Fernsehturm, um dort noch einmal die Sternspuren zu versuchen, was diesmal von Erfolg gekrönt war.

Des Weiteren begab ich mich auch auf die Spuren der Streetfotografie, dazu nutzte ich die Vielzahl unserer Spaziergänge und fotografierte für mich interessante sowie schöne Momente.

Ab Mitte Juni bewegte ich mich dann eher auf die Videografie zu, denn mittelfristig plane ich einen eigenen YouTube Kanal zu erstellen mit Videos rund um die Fotografie und auch begleitende Videos zu den Blogbeiträgen auf dieser Webseite sowie unseren Reisen. So sichtete ich viele Stunden Tutorials und kaufte mir einen Videokurs zum Thema Filmen lernen, anschließend entschied ich mich dann für ein Projekt, in welchem ich das Gelernte umsetzen wollte, das Projekt, an welchem wir also seit Mitte Juni 2025 arbeiteten, lautete „Stadtverkehr im Fokus“, in diesem Format ging es vorrangig darum, Dokumentationen des städtischen Nahverkehrs zu produzieren und zu veröffentlichen.

Thumbnail eines Stadtverkehr im Fokus Videos

Fehler passierten zuhauf, ganze Filme wurden qualitativ schlecht. Weitere Stunden Recherche und das erneute Schauen der bereits bekannten Tutorials führten uns dann Stück für Stück zu Ergebnissen, mit welchen wir sehr zufrieden wurden. So lernte ich, wie man ein vernünftiges „Drehbuch“ schreibt, wie man ein Video plant und umsetzt, wie man improvisiert, wenn eine gut durchdachte Szene aus irgendwelchen Gründen nicht umsetzbar ist, welche Einstellungen in der Kamera wichtig sind und wie aus einer fixen Idee etwas Großartiges wird. Ein Nachteil, den meine intensive Beschäftigung mit der Videografie allerdings mit sich brachte, war, dass unter anderem die Zwölf-Monats-Challenge bereits nach zwei Monaten wieder ihr Ende fand.

Da sich das Filmequipment doch um einiges umfangreicher darstellte als zunächst angenommen und die Reisen in die verschiedenen Städte fast ausschließlich mit der Bahn stattfanden, wollte ich aus Gewichts- und Platzgründen nicht noch eine weitere Kamera zum Fotografieren mitnehmen. Die Filmkamera ständig auf Foto umzubauen und die Einstellungen zu ändern, kam mir natürlich aufgrund meiner grundsätzlichen Faulheit auch nicht in den Sinn, weshalb ich auch insgesamt kaum noch Fotos machte.

Nun kam es wie es kommen musste, es war inzwischen September, die Fotografie fehlte mir, die ersten Videos waren veröffentlicht und die Kritiken waren teilweise unerwartet scharf. Vom Unverständnis welche Themen unser Kanal behandelte bis hin zu Kritik an der Bildqualität. So entschied ich mich das Projekt der Öffentlichkeit zu entziehen und mit meinem Freund nur noch allein daran zu arbeiten. Denn uns selbst gefiel sehr gut, was wir dort geschaffen haben. Wir unternahmen noch weitere Ausflüge, um diverse Videos für das gemeinsame Projekt aufzunehmen, dabei habe ich es beim letzten Ausflug nach Berlin versehentlich geschafft das externe Mikrofon in den Kopfhöreranschluss meiner Kamera zu stecken und durch den niedrig eingestellten Pegel wurde der Ton aller Aufnahmen gänzlich unbrauchbar.

Doch diesen Rückschlag vergaß ich am Abend schnell, als ich sah, was sich für ein Sonnenuntergang anbahnte. So entstanden nach einigen Monaten wieder meine ersten Bilder.

Außerhalb der Fotografie saß ich nun in der Fahrschule, um den Busführerschein zu erwerben. Auch dies war einer meiner Kindheitsträume, was ich später einmal arbeiten könnte. Nach 2,5 Monaten war ich dann auch mit allem gerüstet, was wichtig ist um als Busfahrer arbeiten zu können. So bin ich seit Mitte November als Kraftfahrer auf unseren Straßen unterwegs.

Im nächsten Jahr werde ich mich insgesamt wieder mehr mit der Fotografie insbesondere von schönen Landschaften und magischen Momenten unserer Natur beschäftigen, einen neuen Versuch der 12-Monats-Challenge wagen, auch wenn es unter Umständen wieder nicht von Erfolg gekrönt ist. Zudem sind auch im Hintergrund schon einige interessante wie auch spannende Projekte geplant und werden zurzeit auf ihre Machbarkeit geprüft und mögliche Umsetzungswege recherchiert. Dazu zählt insbesondere mein erster Bildband mit einem genauen Thema. Ebenso ist ein technischer Zuwachs für nächstes Jahr vorgesehen, auf welchen ihr euch sehr freuen dürft. Natürlich werde ich auch an bestehenden Projekten weiterarbeiten wie der Videografie und den Planungen für den YouTube Kanal von kewigrafie. Gerne dürft ihr mir hier unten in die Kommentare auch eure Wünsche zum Inhalt des Kanals aufschreiben, so können wir gemeinsam etwas aufbauen, was einen Mehrwert für uns alle darstellt.

Ich wünsche euch allen an dieser Stelle einen guten Rutsch ins Jahr 2026 und einfach geile Bilder!


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